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Heuer Fach-Dialog Prozess- und Kostenmanagement

November 9, 2015

Kommunikation von Anfang an auf Augenhöhe
Marco Witte

Das Investitionsklima ist gut in Deutschland und die Baunachfrage im Hochbau hält unverändert an. Immobilienprojekte, ob Neubau oder Refurbishment, ob Büro oder Wohnen, werden aber durch innovative Technologien, höhere Ansprüche an die Gebäudetechnik oder auch neue Gesetzgebungen, z. B. zur Energieeffizienz, immer komplexer, vielschichtiger und verflochtener. Diese wachsende Komplexität und die vielfältigen Schnittstellen machen es für die am Projekt und Bau Beteiligten zunehmend schwieriger, Zeit- und Kostenrahmen bzw. die qualitativen Maßgaben genau abzustecken und auch einzuhalten. Damit werden die Projekte auch risikoanfälliger. Wie lassen sich nun mit den wachsenden Anforderungen an heutige Gebäude anspruchsvolle wie wirtschaftliche Projekte realisieren? Brauchen wir neue Konzepte, um Bauprozesse und Projektentwicklungen so effizient wie möglich zu gestalten?
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November 9, 2015

Kommunikation von Anfang an auf Augenhöhe
Marco Witte

Das Investitionsklima ist gut in Deutschland und die Baunachfrage im Hochbau hält unverändert an. Immobilienprojekte, ob Neubau oder Refurbishment, ob Büro oder Wohnen, werden aber durch innovative Technologien, höhere Ansprüche an die Gebäudetechnik oder auch neue Gesetzgebungen, z. B. zur Energieeffizienz, immer komplexer, vielschichtiger und verflochtener. Diese wachsende Komplexität und die vielfältigen Schnittstellen machen es für die am Projekt und Bau Beteiligten zunehmend schwieriger, Zeit- und Kostenrahmen bzw. die qualitativen Maßgaben genau abzustecken und auch einzuhalten. Damit werden die Projekte auch risikoanfälliger.

Wie lassen sich nun mit den wachsenden Anforderungen an heutige Gebäude anspruchsvolle wie wirtschaftliche Projekte realisieren?  Brauchen wir neue Konzepte, um Bauprozesse und Projektentwicklungen so effizient wie möglich zu gestalten? Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Beständigkeit sind bei dieser Betrachtung nur eine Seite. Aktualität, Innovation und Individualität prägen die andere. Nur gemeinsam können wir daher Konzepte entwickeln, um das technisch Machbare mit dem wirtschaftlich Sinnvollen zu synchronisieren.

Wichtig ist dabei, in einem frühen Projektstadium die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.  So sollte im Idealfall das Projektteam bereits schon sehr früh fixiert sein, um die wesentlichen Planungsparameter und mögliche Alternativen gemeinsam und auf Augenhöhe zu diskutieren und dann auch festzuschreiben. Die Praxis spricht aber hierbei leider meist eine andere Sprache. Zudem werden Projektteams innerhalb der Unternehmen nicht selten danach zusammengestellt, für wen es zeitlich gerade am besten passt, sich mit der Aufgabenstellung des Projekts zu beschäftigen. Zeit ist ein Kriterium, ja, aber beileibe nicht das einzige, um den Erfolg des Projektes – Effektivität und Effizienz – zu sichern. Zeigt es sich doch immer wieder: Wenn in der Bauausführung Fehler passieren, finden sich die Ursachen nicht selten schon in der Planung. Kleine Fehler in der Vorent-wurfs- und Entwurfsplanung oder der Ausschreibung, bei den Bemusterungen oder der Baubeschreibung mögen zunächst marginal erscheinen. Letztlich kostet das aber Geld und Nerven. Dasselbe gilt, wenn ein Entwurf während des Projektfortschritts immer wieder geändert wird. Denn wenn am angeblichen Ende des Entwurfs immer noch über grundlegende Themen diskutiert wird, wenn wir als Projektsteuerer zum Beispiel feststellen, dass – auch trotz gegenteiliger Behauptung – eine detaillierte Abstimmung beispielsweise zwischen dem Architekten und dem Haustechniker niemals stattgefunden hat, dann bleiben nur noch zwei Möglichkeiten übrig: Man muss entweder mit den so geschaffenen Fakten „leben“. Oder es beginnt die krampfhafte und teure Suche nach einer Lösung. Ein wesentlicher Teil dieser Probleme ließe sich durch eine frühzeitige Definition des Gebäudes und Kommunikation auf allen Ebenen der Planung vermeiden.

Hinzu kommt oft ein tiefer liegendes Problem: Immer kürzer werdende Entwicklungszeiten zwingen uns, die lineare Abfolge der Leistungsphasen aufzubrechen und zu ignorieren. Daraus folgt auch die mangelnde Konkretisierung des gewünschten Bausolls in den frühen Projektphasen. Intensive Kommunikation, absolute Transparenz und ausführliche Dokumentation von Anfang an gehören auf die Tagesordnung. Dafür muss es aber auch eine Bereitschaft aller Bau- und Planungsbeteiligten geben. Das ist eine Entwicklung, die wir gehen müssen und sollten, um auch in Zukunft anspruchsvolle und wirtschaftliche Projekte zu realisieren.

HEUER Fach-Dialog Prozess- und Kostenmanagement, 25. November 2015.
Das Programm finden Sie zum Download.

Fachzeitschrift Hotelbau

Juni 4, 2015

Green-Building-Zertifikate: Der große Run?

Den Artikel aus der Ausgabe Mai/Juni 2015 mit einem Interview mit Thomas Schilling, Niederlassungsleiter in Frankfurt am Main, finden Sie zum Download rechts.

 

 

Juni 4, 2015

Green-Building-Zertifikate: Der große Run?

Den Artikel aus der Ausgabe Mai/Juni 2015 mit einem Interview mit Thomas Schilling, Niederlassungsleiter in Frankfurt am Main, finden Sie zum Download rechts.

 

 

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